Supplemente 05. Januar 2019

Wann ist ein Protein minderwertig?

Welches Eiweiß ist minderwertig oder optimal für den Muskelaufbau? In meiner Laufbahn wurde ich oft gefragt: „Welches ist das beste Eiweiss?“ Diese Frage läßt sich heutzutage sehr schwer beantworten, denn es gibt eine Vielzahl guter Proteine, aber auch unendlich viel überteuerten Mist.

Zur Abschätzung der Qualität eines Proteins dient in erster Linie die Biologische Wertigkeit. Sie gibt an, wie viel des verzehrten Nahrungsproteins in körpereignes Protein umgewandelt werden kann. Tierisches Protein besitzt im Allgemeinen eine höhere Biologische Wertigkeit als pflanzliches Protein und steht dem Körper zudem schneller zur Verfügung. 

„Bei langsamen Proteinen spricht man von Mehrkomponenten Proteinen bzw. Casein. Bei schnellen Proteinen ist die Rede von Whey, Whey Isolat und Whey Hydrolysat.“

Was sollte in einem GUTEN hochwertigen Protein für optimalen Muskelaufbau nicht vorhanden sein?

  • Sojaprotein
  • Gelatine (auch Hydroxylysin, Hydroxyprolin genannt)
  • Weizenprotein
  • zugesetztes Glycin

Sojaprotein

Soja hat eine biologische Wertigkeit von 78 und schmeckt sehr eigenwillig. Aber davon abgesehen würde es für mich aus 3 Gründen nie in Frage kommen:

  1. Die Gentechnik
  2. Soja ist hochkarzinogen
  3. Es hat Einfluss auf den Hormonhaushalt

Gelatine

Gelatine wird mit einer biologischen Wertigkeit von 0 angegeben und ihr fehlt die wichtige Aminosäure Tryptophan. Für Gelenke und Knorpel spielt Gelatine eine große Rolle, nicht aber für den Muskelaufbau. Hierfür ist sie absolut ungeeignet. Da sie billig ist wird sie gerne in Mehrkomponenten Proteinen oder flüssigen Aminosäuren als Proteinquelle angeben. Meist als Hydrolysat aus kollagenem Eiweiss oder Hydrolysat-Eiweiss. Oder, sollte es nicht in der Zitatenliste zu finden sein, findet man es im Amniogramm als Hydroxylysin, Hydroxyprolin usw. Aminosäuren welche ein „x“ enthalten bezeichnen zugefügte Gelatine. So wird der Proteingehalt künstlich und billig nach oben getrieben ohne jeden Nutzen! 


Weizenprotein

Weizenprotein auch Weizenkleber und Gluten genannt, verfügt über eine biologische Wertigkeit von 57 und hat einen pflanzlichen Eiweissgehalt von 78%. Es wird gerne in der Kosmetikindustrie eingesetzt und bei Backwaren damit der Teig fülliger und sämiger wird. Auch in meist günstigen Proteinkonzentraten findet man es leider sehr oft. Es ist wie Gelatine sehr billig und wird folgedessen gerne unter Proteine gemischt.


Glycin

Glycin ist eine essentielle Aminosäure, ein hervorragender Zellschützer sowie Gelenkretter und schmeckt süßlich. Bis jetzt sind keine Nebenwirkungen bekannt, deshalb darf es ohne Höchstmengen in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Als Geschmacksverstärker (E 640) wird damit z.B. der Schinken überzogen, in Süßstofftabletten wegen der Süße und Marzipan hält es feucht. Warum aber mischen Hersteller es zusätzlich in ihr Proteinprodukt? Weil sie so den Proteingehalt ihres Produkts auf sehr billige Art und Weise künstlich anheben können. Das kommt sehr viel günstiger als mehr hochwertiges Wheypulver zu verwenden. Glycin hat sehr viel positive Eigenschaften für die Gesundheit, aber keinerlei Einfluss auf den Muskelaufbau! 


Etikettenschwindel lässt sehr schwer nachvollziehen ob eine Produkt empfehlenswert ist oder nicht. Und JA - Etikettenschwindel gibt es auch in Deutschland!

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Letzte Änderung am 05. Januar 2019

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Sabine Froschauer